Ahmstorf Pirates


2006 – Leverkusen auswärts

Von Martin Janze

Warum tut man sich diese Auswärtsfahrten eigentlich an? In diesem Fall weil man Urlaub hat und so auch mal an einem Mittwoch auswärts fahren kann. Da weder Sparschwein noch Knut, die zwar zunächst überlegt hatten, nicht mitfahren wollten blieb aus den Reihen der Pirates allein Heike, die mit unterwegs war. Gefahren wurde mit dem Bus der Fanbetreuung.

Der Fahrpreis betrug faire 22 Euro, Abfahrt des Busses, der mit etwa 25 Personen nur leidlich gefüllt war, war 13.30 Uhr vor der Nordkurve. Eindeutig war die Sitzordnung im Bus: hinten die Partyfraktion, vorne die Senioren. Mit steigendem Alkoholkonsum zeichnet sich dann auch besonders die letzen Reihen dadurch aus, dass sie beim Prollfaktor einen Spitzenwert erreichten. Auch mit selbst 2 Promille im Blut hätte man über das sinnlose Gegröhle nur den Kopf schütteln können. Da waren die beiden Schlager und Mallorca Partyhits CDs ein wahrer Ohrenschmaus. Ansonsten ging die Reise aber reibungslos von Statten, es wurden 3 kleine Pausen eingelegt und um 18.30 waren wir dann an der BayArena.

Zunächst ging es in den Fanshop, der wahrlich gigantische Ausmaße hatte, wobei uns von dem Mega-Angebot besonders die Bundesligatabelle beeindruckte, die aus Trikots der jeweiligen Vereine gestaltet war. Am Einlass war besonders Heike verärgert, da sie ihre Fahne abgeben musste. Diese merkwürdige Anweisung soll ein Resultat darauf gewesen sein, dass auf der Dortmundfahrt einige Idioten die Rauchbombe auf dem Bahnhof in Hannover gezündet hatten. Dann wurde sich mit Bratwurst und Light-Bier gestärkt. Langsam füllte sich der Gästeblock mit vielleicht 100 VfL-Fans und auch die bekannten Gesichter der Schlemmerbrüder trafen ein. Mit von der Partie war auch die Brigade Schwalbe Altendorf in Form zweier Bertrams. Besonders Florian war wieder mal in Bestform: zunächst mahnte er eine Teilnahme der Pirates beim Turnier der Fußballgötter an, da sie sonst nicht zu uns kämen, dann beschimpfte er während des Spiel besonders Freier und Schneider und nur Sarpei wurde von ihm mit wohlwollenden Rufen bedacht, während er auch die (unsere?) Holländer als Scheiße befand. Wirklich Scheiße war ja dann auch das Spiel. Ein Großteil des Gästeblocks versuchte zwar dennoch die Mannschaft zu unterstützen, da aber der Block logischerweise viel zu leer war, hofften nicht wenige schimpfende Wolfsburger auf den Abpfiff.

Nachdem die „Krawallabteilung“ unserer Reisegruppe unter Begleitung von Polizeikräften den Bus erreicht hatte, ging es auch pünktlich um 22.00 Uhr auf die Rückreise.

Während wir noch durch die Wohngebiete auf dem Weg zur Autobahn kurvten, kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall zwischen eben dieser Fraktion und einigen Bayer Fans auf der Straße. Wer wen zuerst provoziert hatte bleibt zwar ungeklärt, fest steht nur, dass der Busfahrer Angst um sein Arbeitsgeräte hatte (nach Schlägen gegen den Bus drohten auch Flaschen zu fliegen) und die Tür nicht öffnete, sonder zur Ordnung rief. Ansonsten verlief auch die Rückfahrt problemlos (von den Prollereien und der altbekannten Musik mal abgesehen), wir kamen gut voran und waren nach 5 Stunden Nachtfahrt wieder in WOB. Für mich war diese Auswärtsfahrt, die eindeutig zu den schlechten zählt, um 3.30 Uhr beendet, als ich in Helmstedt ankam.