Von Stefan Janze
Alle Guten Dinge sind Drei!?
Ich habe bereits das langweilige Gastspiel der Kölner in Wolfsburg erlebt und bin dort Zeuge der Kölner-Hooligan übergriffe geworden. Das zweite Mal habe ich die Mannschaft aus der Domstadt in Hamburg erlebet, als Eren Sen von einem Drumstick getroffen wurde und Daniel van Buyton ihn aus der Schusslinie tragen musste. Alle guten Dinge sind drei dachte ich mir. Mit den Kölnern ist immer was los, also schließ dich der Monatelang geplanten Fahrt nach Köln an.
Als Abfahrtszeit wurde 8.30 Uhr festgelegt. Wiedererwartend waren alle Mitfahrer pünktlich in Ahmstorf zur Abfahrt da. Leider fehlte der Bus. Ob nun Torsten den Zeitpunkt nicht richtig abgesprochen hatte oder der Fehler beim Busunternehmen lag wird wohl ewig ein Rätsel bleiben. Wie dem auch sei, mit 30 Minuten Verspätung konnte wir starten.
Neben einigen Kölner Fans waren auch noch ein Bayern-, ein Bremen-, eine Frankfurtfan und der erste Vorsitzende des Hamburg Fan Clubs „Volkspark Raute 2001“ mit am Start. Das nenne ich Multikulti. Doch wie im richtigen Leben gab es doch die eine oder andere (nicht) ernst gemeinte Diskussion zwischen den einzelnen Fanlagern. Der Bremenfan hat mich dann mit seinen Kommentaren auch soweit gebracht, dass ich eine Kiste Bier gewettet habe, dass die Wölfe auch nächstes Jahr erstklassig sind. Nach dem gestrigen Auftritt bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher, ob das aus ökonomischer Sicht eine gute Entscheidung war. Zur Strafe wurde er später aus dem Stadion geschmissen, da er Ärger mit Wölfefans und den Ordnern bekam, nachdem er lautstark seine Freude über den Spielstand im Block der Wolfsburger äußerte.
Da sind wir dann auch schon bei dem Spiel. Wie gesagt alle guten Dinge sind drei dachten sich wohl auch die Kölner und haben uns in drei äh vier Minuten drei Tore eingeschenkt. Ansonsten kann man zu dem Spiel nur sagen, dass zwei Mannschaften gegeneinander gespielt haben, die beide noch ne Schippe zulegen müssten, wenn sie dauerhaft in der Bundesliga bestehen wollen. Viele der Piraten haben im Nachhinein geäußert, dass sie froh waren nur wenig vom Spiel gesehen zu haben und viel Zeit vor der Bierbude standen.
Nach meinem ersten Besuch in Köln kann ich nur sagen, dass es ein schönes Stadion ist, das man sich ruhig mal angucken kann. Enttäuscht war ich nur über die 43.000 Kölner Fans, die erst nach den drei Toren wach geworden sind. Unglaublich so was habe ich noch nie erlebt. Keine Gesänge. Wirklich nichts! Es waren nur die Wolfsburger die versuchten Stimmung zu machen. Leider wurden aus meiner Sicht nicht immer die richtigen Mittel gewählt, um das zu erreichen. Es wurden die Kölner Fans bepöbelt und einige Ordern zum Tanz gebeten. Was das immer soll weiß ich nicht. Naja, so was gehört wohl auch zum Fußball und die Kölner waren im Hinspiel ja auch nicht besser, wie ich oben bereits angedeutet habe.
Auf der Rückfahrt waren die Meinungen zum Spiel sehr unterschiedlich. Tut ein Abstieg dem Verein, der Mannschaft und den Fans gut, oder wäre das der Genickbruch? Haben wir den richtigen Trainer? Wie viele Spieler müssen zur nächsten Saison vor die Tür gesetzt werden -ob nun in der ersten oder zweiten Liga
Ansonsten gab es die üblichen Laichen, die zwischen den Sitzen gepennt haben und/oder ihren Vollsuff mit anderen dingen zur Schau stellten. Ist aber auch nicht verwunderlich, nachdem die 90 Liter Bier, noch ein wenig Becks Gold und mehrer Kisten Kurze im Bus ausgesoffen wurden. Da von den 30 Mitfahrern auch noch 80 Schnitzel verdrückt wurden bleibt zu hoffen, dass die Fahrt keine zu großen Löcher in die Kasse reißt. Knut, ich hoffe, Du hattest das mit dem Kassieren auf der Rückfahrt noch alles im Griff.
Ich jedenfalls werde auf jedem Fall die nächste Auswärtsfahrt mit dem eigenen Bus wieder mitmachen. Vielen dank an alle Organisatoren. Hat wie immer Spaß gemacht
Prost