Von Martin Janze
Zum ersten Spiel der Rückrunde fanden sich nach der letzen Fanclubversammlung überraschend auch sie STVler Torsten und Thiemo bereit mitzufahren, da sie ohnehin nicht aktiv auf dem Fußballplatz seien konnte. Auch Tobi entschloss sich mit Dennis und mir an der Reise teilzunehmen, so dass einschließlich Heike, die ja ohnehin immer dabei ist, 6 Piraten mit im Entlastungszug an Bord waren.
Nachdem wir um 8.30 Uhr am Bahnhof waren gab Torsten wie üblich das Kommando erst mal ein Bier zu öffnen ehe sich der gut gefüllte (und ziemlich lange) Zug dann pünktlich um 9.00 Uhr in Bewegung setzte. In Gifhorn mussten wir dann zwar längere Zeit warten, was aber schlussendlich die geplante Ankunftszeit an der Dortmunder Westfalenhalle nicht verzögerte.
Torsten erwies sich als gekonnter „Zapfhansel“ – kein Tropfen unserer zwei mitgebrachten Partyfässer wurde verschüttet. Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, Rauchbombe im Bahnhof Hannover mal ausgenommen, und auch der Ausfall von mehreren Toiletten im Zug wurde von uns mit der in solchen Fällen gewohnten Improvisationsgabe gemeistert. Überrascht von der pünktlichen Ankunft konnten wir unsere Rucksäcke zwar nicht mehr unter Schloss und Riegel im Zug lassen, jedoch wurden unsere kostbaren Biervorräte nicht wie von den Ordnern vorhergesagt gestohlen. Weil wir uns dann etwas hinter dem Tross der anderen Fans zurückfallen ließen, bekamen wir von der Polizeiaktion mit Verhaftungen auch nichts mit und konnten unbehelligt Richtung Stadion wandern.
Da wir noch über zwei Stunden Zeit bis zum Anpfiff hatten, entschlossen wir uns eine schöne Fankneipe zu suchen. Glücklicherweise trafen wir zwei zuvorkommende BvB Fans, mit denen wir uns sehr nett bei einigen Pilsken in der proppevollen Kneipe die Zeit vertrieben. Auch im Allgemeinen war der Aufenthalt dort unter all den schwarz-gelben sehr entspannt und unterhaltsam– war wirklich nett.
Dann machten wir uns aber auf ins Stadion wo ich mich erst einmal stärkte und nach Bratwurst und Pizza dann auch schließlich ein Schnitzel bekam, welches zuvor nicht verfügbar war… Essbar war jedenfalls alles – und eine geeignete Grundlage für die kommenden Getränke auf der Tribüne geschaffen. Das Spiel verfolgten wir jedenfalls ziemlich komplett unter den grob geschätzten 700 Gästefans und nur Dennis zeigte zwischenzeitlich leichte Ermüdungserscheinungen. Die Stimmung und die Unterstützung auf der Tribüne war eher bescheiden, was aber wohl durch die (zwangsweise) Abwesenheit des harten Kerns der Supporters zu erklären sein dürfte, denn zumindest zum Ende des Spiel machte die Mannschaft den Eindruck die neuerlich Niederlage doch noch abwenden zu wollen, was ja bekanntlich leider nicht gelang.
Mit der U-Bahn erreichten wir dann problemlos den Hauptbahnhof, von wo für uns eine relaxte Rückfahrt begann. Bei einer gemütlichen Spielrund(!) und ein paar Bierchen verging die Zeit doch relativ schnell. Leider kam es dann doch wie es kommen musste: die Vorräte waren aufgeraucht, so dass wir doch noch einige Hasseröder nachkaufen mussten.
Da alle noch fit waren beschossen wir noch nach BS zu fahren um den Abend ausklingen zu lassen. Nur Torsten, der am nächsten Vormittag in den Soccerpark zum Training wollte, ließ sich abholen. Nun begannen aber die Probleme: die Regionalbahn kam nicht und auch der nächste ICE wollte nicht über BS fahren. Also fuhren wir nach Lehrte (!!) um von dort doch noch unser Ziel zu erreichen. In Lehrte lief Tobi dann in einem Stück 10 mal die Treppe zum Bahnsteig hoch und runter um dann einen Einheimischen zu einem Treppenlaufduell herauszufordern(!!!) – Tobi gewann übrigens… Als wir angekommen waren holte uns Hotte ab und wir fuhren ins Nexus wo wir u.A. Knut und Schiffe trafen. Ins besondere Dennis und ich waren dann aber doch sehr müde, so dass wir uns dann vor dem Jolly verabschiedeten und lieber noch 1 ½ Stunden bei etwa – 15 Grad in der verlassenen Bahnhofshalle abhingen und auf unseren Zug nach HE warteten, wo wir völlig durchgefroren um kurz vor sechs ankamen.