Von Martin Janze
Obwohl die Fahrt nach Paderborn auch hervorragend mit dem Wochenendticket zu bestreiten gewesen wäre, entschied sich Sparschwein selber mit dem Auto zu fahren um am Sonntag ausgeruht an der Pfeife aktiv sein zu können. Dem Aufruf unter den Mitgliedern sich uns anzuschließen folgte überraschenderweise einzig Petra mit ihrem Sohn Marvin aus Schöningen.
Also trafen wir uns bei schwül-warmer Witterung um 11.30 Uhr in Helmstedt und diskutierten zur Abfahrt ob kurze Hose oder Regenjacke zweckmäßiger als Reisegepäck wären. Die zweite Variante war, wie sich bald zeigte, die bessere…
Da die Autobahn nicht sonderlich voll war und wir einen unfallbedingten Stau bei Rehren clever umfuhren kamen wir zügig gen Westen voran. Kurz vor Bielefeld legten wir eine Pause ein und trafen an der Raststätte unter Anderen auch Heike, die zusammen mit Lothar Schukowski per Bulli unterwegs zum Spiel war. Nach einer kurzen Unterhaltung ging es dann für die letzten Kilometer weiter und bald erreichten wir das Herrmann-Löns Stadion. Schandhafterweise blieb die mitgeführte Fahne im Kofferraum, da niemand Motivation verspürte sie aufzuhängen, obwohl, wie sich später zeigte, genügend Platz gewesen wäre.
Nachdem wir beim immer noch anhaltenden Regen einmal um die Sportanlage gelaufen waren, amüsierten wir uns über das Stadion , das an einen Dorfplatz erinnerte. Besonders befremdlich wirkten die Hochspannungsleitungen die direkt über das Feld liefen. Der Bratwurstcheck verlief positiv (es wurde auch Kartoffel- und Nudelsalat zur Wurst angeboten) nur ärgerten wir uns über das schreckliche alkoholfreie Bier.
Bemerkenswert war auch das relativ große Polizeiaufgebot für die etwa 300 VfL-Fans unter den 4600 Zuschauern, die ansatzweise auch durch lauteren Support auf sich aufmerksam machten.
War das Spiel zunächst noch spannend, insbesondere bei den prekären Situationen für unser Team, war im zweiten Durchgang nach der 2-0 Pausenführung die Luft eindeutig raus.
Einige Spaßvögel forderten permanent den Einsatz von Marco Topic, der auch letztendlich kam und sich mit seinem gewohnten Spiel dem allgemeinen Niveau anpasste…
Aber was solls – Hauptsache gewonnen und keinen unerlaubten Spieler eingesetzt.
Nach dem Abpfiff wurde sogleich die Rückreise angetreten bei der ich mir dann mein drittes (!) Bier genehmigte. Sparschwein gab alles und so ließen wir die knapp 250 km in etwas mehr als
1 ½ Stunden hinter uns und waren bereits um kurz nach 19.00 Uhr wieder in Helmstedt.