Ahmstorf Pirates


2004 – H96 auswärts

Von Martin Janze

Erstaunlicherweise war die Bereitschaft zum Niedersachsenderby nach Hannover zu fahren unter den Mitglieder gering. So machten sich nur Torsten und ich auf, per Wochenendticket zum letzten Auswärtsspiel der Saison zu fahren. Los ging es um 11.00 Uhr vom Helmstedter Bahnhof. Die Reise ging zunächst über den Südkreis und Wolfenbüttel nach Braunschweig. Hierbei stiegen auch einige BTSV Anhänger zu, die zum Heimspiel der Eintracht wollten. Zum Glück kam es zu keinen unangenehmen Berührungen. Auf dem Braunschweiger Bahnhof erstanden wir von einigen Damen, die offensichtlich einen „Junggesellenabschied“ feierten ein paar Likörchen. Die anwesenden Polizeibeamten entschieden sich lieber für die alternativ offerierten Süßwaren. Als wir in Hannover ankamen schlossen wir uns zunächst dem Tross grün-weißer an, die mit dem Sonderzug angekommen waren. Begleitet von Polizei ging es durch die Innenstadt in Richtung Stadion. Hierbei textete Torsten eine, zugegebenermaßen recht attraktive , Beamtin solange voll, bis wir in eine Kneipe einkehrten um noch ein kleines Bierchen zu genießen (ohne Worte). Vor der AWD – Arena stärkten wir uns mit Bratwurst und suchten dann im Stadion den Bierstand auf. Bis kurz vor Anpfiff führten wir hier bei erstaunlicherweise richtigem Bier Gespräche mit den vielen bekannten Gesichtern. Dann verfolgten wir entspannt von unseren Sitzplätzen das eher langweilige Spiel.

Nach dem Abpfiff „schwammen“ wir im Strom der VFL-Fans in Richtung Bahnhof, bis plötzlich Torsten merkte, dass wir scheinbar keinesfalls zum Hauptbahnhof unterwegs waren, da der Sonderzug gar nicht von dort zurück fuhr. In der ausbrechenden Hektik bewies ich kühlen Kopf, wir fuhren nicht mit dem Taxi, wie es Torsten forderte, sonder gelangten mit der S-Bahn zum HBF. Leider war bei unserem Zwischenstopp in BS das Bier alle. Torsten stärkte sich bei McD. und besorgte noch einige Büchsen als Nachschub. Leider kam es durch diese Aktionen offenbar zu einigen Irritationen bezüglich unseres Zuges nach Helmstedt: Wir stiegen in einen IC. Auch die zurecht gelegten Ausreden halfen nichts – wir mussten bei der resoluten Bahnbediensteten jeder 10 Euro nachbezahlen. In Helmstedt liefen wir dann noch eine Kneipe an ehe Torsten von seinem Vater abgeholt wurde.