Ahmstorf Pirates


2002 – Oddset-Cup

Von Lars Schiffers

Knut und ich machten uns bereits frühzeitig nach Braunschweig auf, da in der Zeitung stand, dass angeblich die Veranstaltung fast ausverkauft war, was sich jedoch als falsch erwies. Eher das Gegenteil war der Fall: In der mit 5400 Zuschauern gut gefüllten Halle blieben ca. 1000 Plätze in der „Gästekurve“ unbesetzt. So hatten wir die freie Platzwahl und stellten uns zu den anderen VfLern, die hauptsächlich zum Fanclub „Commando-Ultra“ zu gehören schienen. Wie schon im letzten Jahr bei der Masters-Quali in Hannover waren also nur wenige VfL-Fans dabei (ca. 20). Auch wenn hier nicht die Profis spielten, war dies doch meiner Meinung nach etwas schwach, zumal wir das blau-gelbe Klischee „Keine Fans, keine Stimmung …“ ja mal wieder voll erfüllten. Auch wenn wir anwesenden VfLer unser Team verhältnismäßig gut anfeuerten, kamen wir stimmgewaltig nicht so ganz gegen die ca. 4500 BS-Fans an. Für die paar Leute war es aber okay, da man in einer Halle auch mit verhältnismäßig wenigen Leuten mehr Rabatz machen kann als draußen. Sportlich war die Vorrunde in der „Öffentliche“-Gruppe ganz nett(4:3 gegen Einbeck, 2:2 gegen Arminia Hannover). Auch wenn es nicht immer die absolute Filigrantechnik war, so waren die Spiele durch die Unwägbarkeiten des Hallenfußballs (Bande, Stoppfehler) doch immer spannend. Das Bier war leider mal wieder alkoholfrei, so dass wir uns in einer Spielpause an einem nahegelegenen Kiosk mit dem langersehnten gelben Gold (für mich war’s das erste im neuen Jahr !!! – Scheiß Vorsätze) versorgten.
Nun stand das Viertelfinale gegen Kickers Emden an. Bei einem Sieg hätten wir im Halbfinale gegen Eintracht gespielt. Hätte, wenn und wäre – leider verloren wir unglücklich nach 9-Meter-Schießen und schieden so aus. Mit unseren Anfeuerungsrufen brachten wir so ziemlich die ganze Halle gegen uns auf und ernteten nicht nur von den 96er hämischen Applaus. Lustig waren noch die Emsland-internen Streitigkeiten, die die Osnabrücker und Emdener in ihren Sprechchören besangen. Letztendlich schienen sie aber irgendwie jeden Spruch zu rufen, den sie jemals beim Fußball gehört haben. Sei’s drum. Wir traten angesichts fast 2 Stunden noch zu erwartendem unterklassigen Gekicke den Heimweg an.