Von ???
Zum Sonntagspiel nach Kaiserslautern fuhren wir mit dem Fanprojekt, das zwei Busse einsetzte. Da die Schlemmerbrüder selbst keinen eigenen Bus am Start hatten, war unter anderem aus deren Reihen auch unser Freund Tomas Schneider mit in unserem Bus. Tomas hatte zwar am Anfang Problemen, sich nicht um die Organisation kümmern zu müssen, genoss diese Tatsache dann aber doch sehr. Schon am frühen morgen, Abfahrt war um 10.45 in Wolfsburg, legte er eine enorme Schlagzahl beim Bierkonsum an den Tag und sorgte damit auch für eine kurzweilige Reise.
Für die Fahrt wurden 20 € abkassiert, das Bier (es gab auch Jever und Fosters, was eine positive Alternative zum Hasseröder darstellte) kostetet 1€. Es wurden zwei längere Pausen eingelegt, bei angeregten Gesprächen erreichten wir Kaiserslautern, sehr pünktlich.
Zum Fritz Walter Stadion fuhren wir dann vom Parkplatz mit einem Linienbus, so dass uns der anstrengende Fußmarsch den Betzenberg hinauf erspart blieb. Dabei wurde gleich mächtig Stimmung gemacht, und das Gefährt zum Wackeln gebracht. Die unter den Wolfsburgern weilenden Lauterer nahmen es mit Humor.
Angekommen beeilte ich mich schnell einen Platz für unsere Fahne zu bekommen – das Aufhängen war mit Hilfe der freundlichen Ordner kein Problem.
Leider war während des Spiels nicht mehr viel von der Fahne zu sehen, da sie mit einem Transparent, das Bestandteil einer neuerlichen PRO 15:30 Aktion war überhängt wurde. Das war aus unserer Sicht schon etwas ärgerlich, aber man ist ja tolerant und die Aktion an sich ist ja unterstützenswert. Nachdem die VfL Fans dann in den auf der Karte ausgewiesenen Block umgezogen waren (zunächst standen wir in einem anderen Block, in den auch Lautern Fans gelassen wurden) wurden an alle Blätter mit PRO 15:30 Aufschrift verteilt, die bei Spielbeginn hochgehalten wurden.
Das Spiel war dann sehr unterhaltsam, endete aber leider nach guter Leistung und zweimaliger Führung leider mit der bekannten 3-2 Niederlage. Einige Fans machten daraufhin ihren Ärger lauthals Luft, was ich allerdings nicht immer so ganz passend fand.
Passender waren da schon die Brat- und Rindswürste die sehr gut waren und vor dem Rückweg zum Bus meinen Magen füllten.
Hier stellte sich Tomas als sensationeller Führer heraus, der auf der Anreise noch sternhagelvoll, nun mit unerschütterlicher Sicherheit den Parkplatz wiederfand – Respekt.
Die Abreise unseres Busses verzögerte sich dann ganz erheblich, da wir noch zum örtlichen Krankenhaus fahren mussten um einen verletzten Fan aufzunehmen, der unter der Alkoholeinfluss (in Scherben ?) gestürzt ist.
Die nächtliche, mir nun doch sehr lange vorkommende Rückfahrt, wurde bei einigen weiteren Bierchen ohne weitere Vorfälle vorgenommen. Da viele am nächsten Morgen arbeiten mussten, kehrte bald Ruhe im Bus ein und wir erreichten Wolfsburg um ca. 3.00 Uhr.