Von Oliver Freynik
Aufgrund der kurzen Distanz entschieden wir uns mit dem Zug zum Niedersachsen-Derby nach Hannover aufzubrechen. Da sich insgesamt nur 9 Leute gefunden hatten, bot sich die Nutzung des Wochenendtickets an.
So mussten wir erst kurz nach 12Uhr mit dem Zug aus Helmstedt starten, in dem schon vor der ersten Fahrkartenkontrolle die ersten Schnapsfläschchen verteilt wurden. Sparschwein hatte allerdings aufgrund von Nachwirkungen des Vorabends so seine Probleme damit.
Nach kurzem Zwischenstop im feindlichen Braunschweig und einem Snack bei Burger-King, setzten wir die Fahrt nach Hannover fort.
Dort angekommen hatten wir zunächst kleinere Schwierigkeiten den U-Bahnhof zu finden.
Hier trafen wir dann einen scheinbar hilfsbereiten 96-Fan, der uns zum Stadion begleiten wollte. Nach verlassen der U-Bahn versuchten wir ihm zu folgen. Bei diesem Versuch blieb es wegen akutem Harndrangs und Unstimmigkeiten über die Richtigkeit des Weges dann auch.
Nach ca. 15 Minuten erreichten wir schließlich das Stadion. Unsere Überlegungen mit unseren Sitzplatzkarten in den Stehplatzbereich zu gelangen hätten wir uns sparen können, da alle drei Gästeblöcke ausschließlich mit Sitzplätzen bestückt waren. Wir entschlossen uns, wie die meisten anderen Fans unsere Plätze als Stehplätze zu nutzen.
Kurz nach Beginn des Spiels regte sich die Reihe hinter uns darüber auf, so dass wir unsere Position während der ersten Halbzeit mehrere Male wechseln mussten.
Das Spiel unserer Wölfe war leider noch chaotischer. Nach zwischenzeitlichem Hoffen blieb es bei der bisher schlechtesten Saisonleistung und einer verdienten 3:1 Niederlage.
Mehr sollte zu diesem Spiel besser nicht erwähnt werden.
Die Frage, ob das an den Ständen ausgeschenkte Bier alkoholhaltig war beantwortete uns der Zustand unseres Präsi´s Martin nach dem Spiel.
Unklar war ebenso ob wir den ersten Zug erreichen würden, oder noch eine Stunde im Hannover-Bahnhof verweilen müssten. Nach einem grandiosen Sprint gelang es uns jedoch noch den bereits fahrbereiten Zug zu erreichen.
Da bei den meisten Piraten der Alkoholpegel noch recht gering war verlief die Rückfahrt ziemlich ruhig.
Erwähnt sei allerdings noch der merkwürdige Herr mit dem undefinierbarem Fleck in der oberen Leistengegend auf seiner Hose, den wir im Raucherabteil antrafen. Bei ziemlich belustigenden Gesprächen mit ihm, entpuppte er sich als wahrer „Fussball-Experte“.
In Helmstedt angekommen begab sich jeder in Richtung Heimat ( 20Uhr!!!! – für eine Auswärtsfahrt natürlich aussergewöhnlich früh).
Alles in allem bis auf das Spiel eine recht gelungene Auswärtsfahrt.