Ahmstorf Pirates


2002 – Bielefeld auswärts

Von Martin Janze

Ursprünglich wollten wir die Fahrt nach Bielefeld in einem eigenem Bus antreten, doch musste dieses aufgrund mangelnder Anmeldungen leider abgesagt werden. So wurde dann, vierzehn Tage zuvor, auf Schalke mit den Schlemmerbrüdern vereinbart, dass wir uns ihnen anschließen werden, der Bus den Umweg über Ahmstorf in Kauf nimmt und der reguläre Preis von 23 € inklusive Karte auch für uns gilt. Vielen Dank dafür – das war Super.Schließlich stiegen dann um 10.30 13 Piraten in Ahmstorf ein und konnten die reservierten Plätze im vorderen Teil des Busses in Anspruch nehmen. Auch wenn während der ganzen Fahrt die Nerven mit Partymusik der Marke Ballermann-Hits belastet wurden, verlief die Fahrt nach Bielefeld entspannt und ohne Probleme.Der Service der Schlemmerbrüder war wieder einmal bestens und das KÖPI war, zumindestens am Anfang, gut gekühlt. Auf der Strecke von knapp 200 km wurden zwei angemessene Pausen eingelegt, und nachdem wir die letzten Kilometer von Herford auf der Landstraße zurück legten, kamen wir etwa 2 Stunden vor Anpfiff auf der Alm an.Der Bus parkte direkt am Stadion, wo wir sogleich von einer großen Anzahl Uniformierter empfangen wurden. Geduldig ließen die meisten von uns die folgenden Kontrollen über sich ergehen. Diese Vorstellung beeindruckte insbesondere Knut dermaßen, dass er sich nicht traute, seine eingeplante Wegzehrung zum Stadion, 1 Dose Bier, mit aus dem Bus zu nehmen. Anschließend trafen wir uns dann vor dem Eingang mit Heike, die privat von ihrer Kur angereist war und kurzerhand eine Bekanntschaft mitgenommen hatte. An der Bierbude, wo im Übrigen alkoholfreies Herforder ausgeschenkt wurde, war dann das „Hallo“ groß, als ich (wieder einmal) auf den Ex-Ahmstorfer Dieter Menzel traf, der auch sogleich einen Ahmstorf-Pirates Schal erwarb. Der Gästeblock füllte sich dann sehr schnell und die etwa 1200 Wolfsburger machten eine fantastische Stimmung. Auch der „ Tiger“ wurde bei seinem ersten Auftritt als Neuwolfsburger gebührend gefeiert. Dem Spielverlauf nach rechneten wohl die meisten unter uns mit lockeren drei Punkten – das wir am Ende ohne Punkte nach Hause fuhren, lag neben den vergebenen Gelegenheiten sicher auch am Linienrichter. Bei Klimo´s Ausgleich kurz vor Ende lag er mit seiner Abseitsentscheidung dermaßen falsch, dass es ein Wunder war, dass die aufgebrachten Fans, die den Zaun schon erklommen hatten, nicht aufs Spielfeld stürmten. Tatsächlich gab es beim Bustipp einen Gewinner. Das Geld wurde von ihm jedoch der Nowak-Stiftung überlassen (dies war auch für den all geplant, wenn niemand richtig gelegen hätte). Pünktlich begann die Rückreise und nach einer guten halben Stunde war dann die erste Pause, was allgemein begrüßt wurde. Unglücklich hierbei war jedoch, dass bereits 10 Minuten später erneut angehalten wurde um sich bei Burger King zu stärken. Aufgrund des großen Andrangs im Restaurant musste die Pause dann auch etwas ausgedehnt werden. Als Knut und ich nach dem Essen die Toiletten aufsuchten hörten wir aus einer Kabine dermaßen intensive „Grunzgeräusche“, dass wir hinter der Tür die erste Schnappsleiche beim entleeren des Mageninhaltes vermuteten. Es stellte sich allerdings heraus, dass unser Reihennachbar gehobenen Alters wohl eher die Burger King-Kost nicht vertragen hatte und nicht der Alkohol schuld war. Ob das auch für Angelo zutraf, der beim Ausladen der Getränke in Wolfsburg (Tomas hatte reichlich viel Bier eingeplant) nicht mehr ganz so frisch aussah, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls waren Knut und ich doch erstaunlich fit, als wir mit den anderen Piraten vom guten Busfahrer von Wolfsburg nach Ahmstorf gefahren wurden und dort um 22.00 Uhr ankamen. Auch wenn das Ergebnis nicht unseren Vorstellungen entsprach, hat die Fahrt doch wieder einmal Spaß gemacht.