Ahmstorf Pirates


2001 – Werder auswärts

Von Lars Schiffers

Da wir leider (mal wieder) keinen eigenen Bus vollgekriegt haben, fuhren wir von Wolfsburg aus mit dem Sonderzug nach Bremen. Insgesamt brachen 10 Piraten auf, wobei Heike mit dem Bus nach Bremen fuhr. Da einer noch kurzfristig absagte, waren wir nur 9, die mit dem Zug fuhren. Die überzählige Zugfahrkarte konnten wir im Gegensatz zur Eintrittskarte noch an den Mann bringen. Als der Zug in Wolfsburg losfuhr, waren alle guter Dinge und die Stimmung unter den mitgereisten Fans war ebenfalls sehr gut. Holger Ballwanz wurde im Zug mit Sprechchören gefeiert („Kaufhofgott“) und das Bier floß mal wieder in Strömen, schließlich war die Fahrt kurz und man musste ja in Stimmung kommen. Die Fahrt verging schnell und nachdem wir in Bremen unseren Krempel im Schließfach verstaut hatten, machten wir uns mit der Straßenbahn auf zum Stadion. Dort versuchten wir dann nochmals erfolglos unsere 20-DM-Karte loszuwerden. Kurz vor Anpfiff begaben Martin und ich uns dann ins Stadion, nicht ohne einen kleinen Abstecher zur Bierbude zu machen. Es gab Haake Beck aus 0,3 Flaschen in Bechern, mjam. Im Block war die Stimmung unter den ca. 1200 mitgereisten WOBs doch recht gut. Die im Zug angekündigte Choreografie habe ich wohl irgendwie verpasst. So langsam ging nun auch mein Vorrat an reingeschmuggeltem Karlsquell zu Ende, so dass sich die Besuche am Bier- und Bratwurststand häuften. Das Spiel war ziemlich mäßig. VfL begann durchwachsen, Bremen war aber auch nicht viel besser. Es enttäuschten (mal wieder) die Bremer Fans. Es scheint doch durchaus noch Stadien zu geben, in denen noch weniger los ist, als bei uns. Der Regen tat sein übriges zur Stimmung im Stadion, wobei doch der WOB-Block eindeutig der lautere war. In der Halbzeit traf ich noch einige Bekannte aus HE, die mich mit einer Schüssel voller Senf beschenkten, die sie an der Bude hatten mitgehen lassen. Die 2. Hälfte war etwas besser. Leider wurde uns nun ein Tor wegen Abseits aberkannt. Schade. So langsam gingen Uhrzeit und Pegel bei mir Hand in Hand, so dass ich vom weiteren Spielverlauf nur noch das Gegentor und den von Clausi gehaltenen Elfer mitbekam. Wenigstens etwas. Wie ich dann zum Bahnhof kam, weiß ich nicht mehr so genau. Ach ja, 3 Halbe habe ich mir noch am Bahnhof gekauft und bei irgendeiner Rangelei am Bahnsteig zugeschaut und schon saß ich irgendwie im Zug. Genauso plötzlich war dann mein Rucksack weg, den Knut mir aus dem Nebenabteil wiederbeschaffte. Von den nächsten 3 Stunden weiß ich nichts mehr. Ich erinnere mich noch grau, in WOB auf dem Schachtweg einen Döner verputzt zu haben. Meine Schwester fuhr uns dann noch auf ne Party nach Kl.Sisbeck. Keine Ahnung, wer da feierte. Jedenfalls gab’s da Karlsquell und mein Bruder im Geiste Mr.Dreyer zog sich 2 Liter Pils auf einmal durch nen Bierbaum rein. Dann bot er mir an, es ihm gleichzutun. Und schon wieder fehlen 3 Stunden. Verdammte Axt. Selten so einen konfusen Bericht geschrieben. Aufgewacht bin ich bei meiner Schwester im Auto bzw. am nächsten Morgen zu Hause im Bett. Dort konnte ich mir erstmal Gedanken machen, a) warum meine Hose und Jacke voller Senf ist b) woher die Kopfschmerzen kommen c) ob ich überhaupt das Geld für die Fahrt eingesammelt habe (was ich eigentlich auf der Rückfahrt vor hatte). Am Bargeldbestand in meinem Portemonaie war dieses irgendwie nicht unbedingt zu ersehen.
Anm. des Autors:
Vielleicht erbarmt sich ja noch mal einer der anderen mitgereisten Pirates zu einem ergänzenden Bericht. Ich gelobe Besserung. Falls ich mich irgendwie daneben benommen haben sollte, bitte ich an dieser Stelle dafür nochmals um Verzeihung. Auf der nächsten Fahrt ist wohl erstmal Clausthaler angesagt …
Anmerkung des Webmasters:
Aus verlässlicher Quelle wurde mir folgendes bekannt: Lars versuchte mal wieder ein paar Halbe mit ins Stadion zu schmuggeln, also versteckte er selbige in der Hose am Bund. Leider ruschte ein Dose nach Eintritt in das Stadion in ein Hosenbein hinab. Als großes Problem stellte sich heraus die Dose wieder rauszubekommen, was angesichts seiner BW-Latschen und seines Zustandes auch nicht verwunderlich war. Aus diesem Grunde entschloß sich Lars sich dem Problem später zu widmen. Er ließ also die Dose zunächst im Hosenbein stecken. Da nun Lars wie oben beschrieben schon super voll war, fand er die Dose erst am nächsten morgen wieder und zwar in seiner Hose… Demzufolge trug er diese mehere Stunden auf der Rückfahrt auf der Party und dann noch im Bett am Körper….