Ahmstorf Pirates


2001 – Magdeburg (DFB)

Von ???

Da wie beim übrigen VfL -Anhang auch bei uns das Interesse an diesem Spiel gering war, verzichteten wir, wie ursprünglich ins Auge gefasst, mit dem Zug zu reisen . Unsere Permanentauswärtsfahrerin Heike hatte aufgrund ihrer Bedenken im Zug auf BTSV-Fans zu treffen kurzer Hand eine Anmeldung bei den Schlemmerbrüdern getroffen. So fuhren dann nur Sparschwein, unser neues Mitglied Kristin aus Königslutter und ich mit dem Auto nach Magdeburg. Da ich mir den Weg zum Stadion zuvor von einem Einheimischen Kollegen beschrieben lassen hatte, fanden wir den Weg ohne Problem und parkten einige hundert Meter entfernt auf dem Parkplatz des Funbades „Nemo“.
Den Gang zur Tankstelle zum Kauf eines Bieres ließen wir uns nicht nehmen, obwohl wir doch etwas Respekt vor eventuellen Pöbeleien der FCM-Fans hatten. Von denen waren aber nur einige an der Tanke, die sich ruhig verhielten. Noch überraschender war allerdings die ältere Dame des BP-Shops, die sich dafür entschuldigte, dass das Bier noch nicht richtig gekühlt war. Im Stadion trafen wir dann Heike – unter den wenigen VfLern- die unsere Fahne schon aufgehängt hatte. Auch waren offensichtlich nirgends Braunschweiger zu sichten. Bei der enormen Hitze gönnten wir uns das ein oder andere, natürlich alkoholfrei, Bier. Das Personal an der Bude kam allerdings nicht so richtig mit dem Ausschank nach.
Was hätten die bloß gemacht, wenn die Gäste doch wie erwartet zahlreicher gekommen wären?
Nach dem anfänglichen Schock des frühen Tores des Regionalligaaufsteigers verlief das Spiel ja dann doch zufriedenstellend. Matze, der Megaphon-Man, gab mal wieder das gesamte Repertoire zum besten. Zeitweilige Anfeindungen unter den Fangruppen („Baut die Mauer wieder auf, Wenn wir wollen kaufen wir euch auf etc. vs. Lebend kommt Ihr hier nicht raus…“) wurden dann von Matze gebremst. Gut so, mussten wir nach Spielschluss doch noch zum Auto gelangen und wurden nicht wie viele andere von der Polizei zum Bus geleitet. Von einem Zusammentreffen mit einer Gruppe halbstarker Blau-Weißen abgesehen, die etwas an meinem Schal zupften, gelang uns das auch und wir waren zügig wieder in der Heimat.
Anzumerken sei noch, dass die FCM Anhänger eine bemerkenswerte Lautstärke bei ihren beeindruckenden Anfeuerungen zustande brachten, auch wenn diese mit jedem VfL Tor natürlich etwas nachließen.
Des weiteren kam der Auftritt von D.J. Ötzi, der im bekannter Playbackverfahren vor dem Spiel seine Hits trällerte und dabei doch etwas lächerlich über den Platz hopste, nur mäßig an, alles in allem jedoch für die Wolfsburger ein schöner Sonntag Nachmittag.