Von Martin Janze
Auch wenn vom VfL wieder ein Sonderzug der Bahn angeboten wurde beschlossen Heike und ich mit den Schlemmerbrüdern mit zu fahren, da der Zug unsere Meinung viel zu spät in Berlin ankommen sollte.
Die Schlemmerbrüder fuhren über Rennau, wo wir beide um 11.20 Uhr einsteigen konnte. Besonders zwei Mitfahrer, die schon eine lange Nacht hinter sich hatten, waren in bester Partystimmung. Nachdem noch am Rastplatz Helmstedt die letzten Fans zustiegen, fuhren wir ohne Probleme Richtung Berlin und konnten uns sogar zwei Pausen erlauben, da wir doch sehr früh losgefahren sind. So kamen wir um14.00 Uhr am Olympiastadion an und passierten auch schnell die Kontrollen am Eingang. Wir sahen, dass noch einiges bis zur vollständigen Modernisierung des Stadions getan werden muss, auch wenn überall gebaut wurde.
Wie sich später rausstellte kamen allerdings nicht alle der Businsassen ins Stadion, da sie sowohl alkoholisiert als auch ausfallend gegenüber den Ordnern geworden sein sollen.
Das Lightbier sowie das Essen im Stadion waren recht teuer und bedruckte Becher, gerne gesammelt, gab es auch nicht. Auch eine Stadionzeitung wurde in unserem Bereich nicht angeboten. Heike nahm daher den Weg zum Haupteingang auf sich, wo neben dem Ex-Ahmstorfer Dieter Menzel auch der Pirat Burkhard Hasenlust gesichtet wurde.
Als Showact traten die Rednex auf die unter anderem ihre neue Single vorstellten und dabei versuchten die Hertha-Fans mit einzubinden, was aber misslang. Das ganze wirkte dann doch eher peinlich, was bei solchen Auftritten ja nichts besonderes ist.
Natürlich blieb es im riesigen unüberdachten Gästeblock (für jedoch faire 10DM) sehr einsam, bis die Zugfahrer kurz vor Anpfiff eintrafen. Dann versammelten sich aber doch etwa 1000 grün-weiße im unteren Bereich des Blockes. Es entwickelte sich eine tolle Stimmung unter unseren Fans, die auch nach dem Rückstand nahezu gleich hoch blieb.
Die Berliner hingegen waren eher enttäuschend – es wurde nur noch einmal nach dem, für sie, erlösenden 2. Hertha Treffer etwas lauter. Unser Team, das zu mindestens in kämpferischer Hinsicht alles gegeben hatte, verabschiedete sich dann auch artig, wenn auch sichtlich enttäuscht von den Mitgereisten.
Bevor wir dann pünktlich um 18.00 Uhr zurückfuhren, musste Tomas sich noch mit einem, ihm gut bekannten Vollmann auseinandersetzen, der das Auto seines Kumpels wohl nicht mehr fand. Leider hatte er nur noch 5 DM, so dass Tomas ihn zunächst nicht mitnehmen wollte. Natürlich wurde er nachher dann doch nicht im Regen stehen gelassen.
Highlight der knapp dreistündigen Heimreise war für mich der Black Sabbath Klassiker Paranoid, der neben den üblichen Schlager- und Stimmungshits auf der Cassette in Busanlage abgespielt wurde. Besonders praktisch war es für uns, dass der Bus über Ahmstorf fuhr und wir fast vor der Haustür abgesetzt wurden. Toller Service