Von Lars Schiffers
Los ging es mal wieder am viel zu frühen Samstagmorgen mit der guten alten Bahn. Leider wollten nicht mehr als 7 Piraten sich auf die schöne Reise begeben ( darunter auch 2 Piratinnen ). Die Fahrt nach Hannover verging genauso schnell wie die Zeit vom ersten bis vierten Bier, nämlich vorerst gemächlich. Bei immer weiter steigendem ” Input ” wurde das Verlangen von einigen Piraten nach wohltuendem ” Output ” immer größer. Leider verfügte der Stadtexpress Hannover – Minden jedoch über keine Toiletten. Da die Bahn anscheinend nicht an inkontinente Mitbürger wie uns denkt, sind sie eigentlich auch selber schuld, daß wir die schönen Aschenbecher bis zum Rand voll … aber lassen wir das lieber, sonst wird’s ekelig. Hier tat sich vor allem unser Häuptling Martin hervor, der diese unangenehme Situation äußerst routiniert und auffällig unauffällig hinter sich brachte. Was sind wir doch für Ferkel! Dann trafen wir noch einige freundliche Rostocker, die sich an unserem Bier labten und auf dem Weg nach Leverkusen waren. Im Waggon waren noch einige nicht ganz so clevere WOBs, die die ganze Zeit nervig rumpöbelten. Da das Wochenendticket wegen der Expo nicht galt, durften wir x-mal umsteigen, um trotzdem noch halbwegs preiswert zum Ziel zu kommen. Am Stadion angekommen, wurden wir erstmal von einigen Bochumern aufgeklärt, daß Wolfsburg eh gewinnen würde (???). Die Einlaßkontrolle machte leider auch vor meiner Intimsphäre nicht halt, so daß ich mein geliebtes Hasseröder, was mir “zufällig” dorthin gerutscht war, zurücklassen mußte ( -Mist, das klappt sonst immer…). Nach üppigen Bier- und Bratwurstkonsum und nicht annähernd so üppiger Stimmung im Block, kassierte unser VfL noch eine recht überflüssige Niederlage.
Da unser Zug erst um 19.30 Uhr fuhr, tranken wir noch einen oder zwei in der Bochumer Stadionkneipe. Wir bekamen einige Runden von netten Bochum – Fans ausgegeben, mit denen man sich auch ganz gut unterhalten konnte. Auch die Fanclubkasse ließ soll hier Gerüchte zu Folge Federn gelassen haben. Reichlich angeschossen machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, wo wir dann die Rostocker von der Hinfahrt wieder trafen. Diesmal hatten sie für Pils gesorgt, und da Hansa gewonnen hatte, stand der party nichts mehr im Wege. nach einigen erfrischenden Hansa-Halben und Björns letztem Karlsquell meinte mein Gedächtnis, dem Geschehen nicht weiter folgen zu müssen. Nüchternen Augenzeugen nach war es wohl noch ganz lustig.
Muttern meinte nur auf der Rückfahrt vom Bahnhof, daß ich “eine kleine Fahne” hätte, was die anderen Mitfahrer mit einem Grinsen quittierten ( -Ihr wart doch genauso voll, ihr Hunde, ich saß bloß vorne!). War insgesamt ganz spaßig, wenn auch mit nervigem Umgesteige verbunden.