Ahmstorf Pirates


1998 – Nürnberg auswärts

Von Martin Janze

Da wir versäumt hatten uns rechtzeitig bei unseren Freunden von den Tennenwölfen anzumelden, waren nur noch zwei Plätze für Torsten und mich übrig. Sparschwein konnte dann später noch den Platz eines abgesprungenen erhalten. Dumm lief es dann am Samstag morgen für Torsten, der aufgrund vollkommener Trunkenheit um 4.30 Uhr nicht in der Lage war, pünktlich aufzustehen. Alles Klingeln an der Tür und Telefonieren half nix beim friedlich schlafenden Herrn Röhrs. Erst als wir auf eisglatter Strasse den Bus erreicht hatten, konnten wir ihn per Handy erreichen, aber da war es zu spät. Also fuhren nur zwei Janze los.
Auf das Mitnehmen von alkoholischen Getränke verzichteten wir diesmal ganz und hielten uns an das im Bus ausgeschenkte Flens. Wir wollen uns nicht besaufen, leerten aber im Laufe der 19 Stunden Tour wohl doch ca. 15 Pullen pro Pirat. Es wurden 2 kurze Pausen eingelegt und schnell waren wir um 11.20 Uhr in Herzogenaurach, wo wir bei Adidas und einem benachbarten Sportgeschäft günstig Artikel 1. und 2. Wahl einkaufen konnten. Der frierende Sparschwein konnte seinen Plan, eine wärmende Jacke zu kaufen aufgrund zu großer Unentschlossenheit nicht einhalten und mußte weiter frieren. Geld wurde für Sweatshirts und ein FCN-Trikot ( kleine Beflockungsfehler 30 DM) dagelassen.
Dann fuhren wir weiter ins nicht weit entfernte Nürnberg. Auf dem in Nazi- Zeit angelegten Märzfeld, was heute den wohl größten Parkplatz eines Stadions darstellt, angekommen, eilten wir die ca. 500 Meter zum Frankenstadion und verkauften schließlich Torstens sowie eine Schirikarte. Dann mußten wir einmal ums Stadion, was wir um kurz vor drei betraten.
Da es schon so spät war konnte ein geplantes Treffen mit einem Greuter-Fürth Anhänger nicht wahrgenommen werden ( Hallo Internet Manni ). Auch ein mögliches Treffen mit Gunnar aus Badwindersheim, konnte aufgrund des Zeitmangels vor und nach dem Spiel nicht wahrgenommen werden. Bei Spiel Ansicht kamen Erinnerungen an die letzten Spiele gegen Hertha in Berlin auf, weil es auch hier das erste Saisonspiel war, bei dem es arktisch kalt war. Die Kontrollen im Stadion waren recht genau, besonders auch beim Betreten unseres Blockes, aber die Ordner waren recht freundlich. Auch unsere Fahne wurde von ihn aufgehängt. Die Würstchen waren klasse, nur der Glühwein war ständig kalt und recht teuer. In der Pause tranken wir dennoch einen großen Becher um uns aufzuwärmen. Dabei kam ein Ordner älteren Semesters auf uns zu und schwärmte für den VfL und insbesondere Präger, der zuvor leider wieder mal eine 100 Prozentige ausließ und beklagte den Stürmermangel des Clubs nach Kukas Ausfall.
Nach Spielschluß waren wir über den spät erreichten Punkt im großen und ganzen zufrieden den Heimweg antreten. Erst später setzten sich bei so manchem die Erkenntnis durch, dass aufgrund der Chancen in der ersten Hälfte und zum Schluß auch drei Punkte möglich waren. Hatten wir auf der Hinfahrt das Video “Das kleine Arschloch” gesehen gab es nun, nachdem wir in Kassel die zweite Rast einlegten, “ran” zu sehen. Die Tennenwölfe haben wohl überall Bekannte, welche die Sendung für sie aufnehmen. Klasse Service Jungs! Sonst lief alles glatt, die Gewinner des Tippspiels spendeten wieder mal die Kohle für eine Busrunde und wir hatten noch eine Menge Spaß. Die Grün-Weiß-VfL-CD lief diesmal nur sieben mal und um 23.30 Uhr waren wir wieder in Hehlingen.
Dort bestellten wir nach dem Genuss zweier Scheidebecher ein Taxi und fuhren mit dem auf dieser Fahrt wohl schon zur Legende gewordenen `Moses` ( war total breit, kam deshalb nicht ins Stadion und musste mit Hardy im Bus das Spiel im Radio verfolgen) nach Hause. Immerhin kostete Sparschwein und mich die Taxifahrt dank ihm nur 15 DM zusammen. Etwas erschöpft, aber dennoch zufrieden waren wir schnell in Ahmstorf und überlegten nun, wie wir nach Leverkusen und München kommen, da auch diese Fahrten bei den Tennenwölfen ausgebucht sind. Wir werden sehen…