Von Martin Janze
Die letzte Auswärtsfahrt der Saison nach Kaiserslautern sollte der krönende Abschluß aller Fahrten
werden und so schlossen sich 15 Piraten den Tennenwölfen an. Noch etwas angeschlagen vom 1.
Maifeiertag und dem damit verbundenen Königsschießen trafen wir uns zu nachtschlafender Zeit
von 6.00 h in Hehlingen. Bier, Fahne, Fotoapparat, alles war dabei und es ging guter Laune los, auch
wenn wir nicht zusammensitzen konnten. Auf der Autobahn ging alles gut, nur die Toilette versagte
zwischenzeitlich ihren Dienst, aber es wurde reichlich Rast gemacht. In gut 5 Std. waren wir schon
am Betzenberg, wo wir weit vom Stadion entfernt parkten und mit Dosenbier bepackt besagten Berg
durch ein Waldstück bestiegen.
Am Stadion herrschte buntes Treiben, wir kauften günstig T-Shirts und Schals und es gelang sogar
noch, Schiri-Karten zu bekommen, die gewinnbringend verkauft wurden. Vor dem Gästeeingang
spielte eine Band Gutelaunemusik. Dann gingen wir ins Stadion und sogar Hr. Gerbracht konnte
hineingelangen, trotz verschlampter Eintrittskarte. Er gelangte als Schwerkranker in den Innenraum
zu den Sanitätern, wurde wieder fit und konnte auf die Tribüne.
Wir anderen freuten uns über die am Eingang verteilten Gutscheine, die zum kostenlosen Bier nach
dem Spiel berechtigten. Zu unserer großen Freude gabs das Bier schon sofort und einer der
Gutscheinverteiler knauserte auch nicht mit den wertvollen Zetteln, so daß wir binnen weniger
Minuten mehrere Faßbier tranken.
Im Fanblock wars sehr eng und auch recht stimmungsvoll, auch wenn der VfL bald zurücklag. Wir
konnten gut sehen und die FCK-Fans feierten schon mächtig. Nach dem Schlußpfiff und der
gewonnenen Meisterschaft für die Pfälzer gab es kein Halten mehr und das Spielfeld wurde
gestürmt. Die Wölfe feierten mit, denn sie blieben nach der Kölner Niederlage in Liga 1.
Die Rückreise verlief dann etwas konfus, da der Verfasser dieser Zeilen den richtigen Bus nicht mehr
fand, per Bahn reisen wollte, dann aber mit den Allerwölfen im Bus nach hause gelangte. Auch der
bereits erwähnte Ph. Gerbracht verpasste den Bus, fuhr im privat PKW nach BS, von dort nach WOB
und mit dem Taxi nach Hause.
Auf einem Rastplatz trafen wir eine Gruppe Fans aus Siegen, die offensichtlich auch etwas zu feiern
hatten. Wir ließen uns aber nicht aufhalten und waren um 1.00 h in WOB. Die Stimmung im Bus der
Allerwölfe war trotz des Klassenerhalts nicht so toll aber ich war froh, so günstig nach hause zu
kommen und war der erste der in Ahmstorf eintraf.
Wie zu erwarten war wurde die Lauternfahrt zu einem Highlight, wobei gar nicht alles aufgeführt
wurde, was interessantes geschah, da unsere Gruppe gesplittet wurde und vieles vergessen wurde.
Aber: Auf ein neues in der Saison 1998/99.
Nachtrag von Jan Rickes:
Da wir in Kaiserslautern auf dem Parkplatz nun einige Zeit gewartet hatten und der Busfahrer zur Eile
drängte, traten wir, wie bereits erwähnt die Rückreise ohne unseren 1. Vorsitzenden Martin Janze
und den Piraten Philipp Gerbracht an. Entgegen der inzwischen bekannten Wirklichkeit gingen wir
im Tennenwölfe-Bus noch davon aus, daß sich die beiden treffen und den Heimweg gemeinsam
antreten würden.
Anfangs wurde noch kräftig gesungen und gefeiert, doch später schliefen auch hier immer mehr
Leute ein und es wurde ruhiger, auch wurde lange nicht mehr soviel Bier getrunken wie auf der
Hinfahrt. Gegen 1.00 Uhr kamen wir schließlich in Hehlingen an. Während Holger noch einige Leute
nach hause fuhr, tranken Sparschwein und ich noch 2 Bier in der Tenne, und ein merkwürdiger ca. 65jähriger
Schlachter namens Erich, der den ganzen Tag nur gepöbelt hatte, versuchte sich mit Gero
auszusöhnen, nachdem er ihm gedroht hatte, ihn aufzuschlitzen und nach Metzgerart an der Nase
aufzuhängen; komischer Kauz !
Als wir dann kurz vor 2 Uhr Richtung Heimat fuhren, war vor uns ein Taxi aus Wolfsburg, aus dem,
oh Wunder, in Ahmstorf dann tatsächlich Philipp ausstig. Auf die Frage nach Martin schaute er uns
jedoch nur verständislos an. Noch wußte niemand, daß Martin bereits seelenruhig in seinem
Bettchen lag.
Um diese sehr gelungene Auswärtsfahrt gebührend abzuschließen, tranken wir dann noch unsere
letzten Bierreserven im Stammtisch aus.