Von Martin Janze
Zum Spitzenspiel nach Kaiserslautern machten sich acht Mitglieder des VfL-Fanclubs “Ahmstorf
Pirates” auf. Die Reise wurde dieses Mal mit dem Bus der “Wolfsburg Warriors” angetreten. Wie
immer wurde im Vorfeld der Fahrt genug Pilsener eingekauft, wobei die drei Ahmstorfer versuchten,
mit 48 Büxen Feldschlößchen auszukommen, weil bekannt war, daß es notfalls im Bus noch
Getränke zu kaufen gab. Den Transfer zum VfL-Stadion übernahm freundlicherweise Falko Rickes.
Wie gewohnt waren wir bei der frühen Abfahrtszeit (5.45 h) sehr müde, was leider dazu führte, daß
wir unsere Fahne, sowie den Fotoapparat vergaßen. Das nächste Problem trat auf, als sich
herausstellte, daß der Bus erst um 7.00 h abfahren sollte und wir bei eisigen Temperaturen schon um
6.00 h in WOB waren. Aber wir verkürzten uns die Wartezeit mit einem ersten Bier. Als alle ihre Plätze
hatten, wurden wir, wie auf solchen Busreisen üblich, darauf hingewiesen, die Toilette nur im Notfall
zu benutzen. Daran hielt sich jedoch niemand, was dazu führte, daß das WC nach 3 Std. wegen
Überflutung gesperrt werden mußte. Bei der einzigen Pause in Kirchheim konnte bei Mc-Donalds
und Burger King gespeist, sowie in einem Supermarkt eingekauft werden. Hier gelang es uns, eine
Spitzenkamera zum Spottpreis von DM 10,- zu erstehen, damit wir Fotos von der Fahrt machen
konnten.
Nachdem wir den “Betze” in Kaiserslautern erklommen hatten, trafen wir uns mit Silvain aus
Frankreich, der vor längerer Zeit in Ahmstorf zu Gast war und sich über die Ahmstorf Seite mit uns
verabredet hatte. Nach einigen Einkäufen imFan-Shop genossen wir dann die herrliche Atmosphäre
im Fritz Walter Stadion. Auch nach der deutlichen Niederlage des VfL war die Stimmung im
Fan-Block hervorragend. Positiv zu bemerken ist die gute und zügige Versorgung mit Wurst und
Bier im Stadion.
Nach dem Spiel verzögerte sich die Heimreise zum einen durch eine Wartezeit vor dem Krankenhaus
(ein Reiseteilnehmer war zu Schaden gekommen), sowie einer handgreiflichen Auseinandersetzung
mit zwei BTSV-Fans, die dreisterweise mit im Bus waren und Ärger anzettelten. Zum Glück wurden
auf dem Weg nach Hause ausreichend Pinkelpausen eingelegt, so daß wir entspannt ein paar Pils
trinken konnten. In Wolfsburg angekomen aßen wir Döner und riefen Hubert Wunsch and, der uns
nach Ahmstorf zum Osterfeuerplatz brachte, wo wir bis in die frühen Morgenstunden das Osterfeuer
mitbewachten und von unseren Erlebnissen berichteten.
Negativ an dieser Fahrt ist uns die extrem rechtslastige Musik aufgefallen, die fast ununterbrochen
im Bus lief, worauf wir beschlossen haben, möglichst nicht mehr im Warriors-Bus mitzufahren, falls
sich herausstellen sollte, daß dieses zur Normalität gehört.