Ahmstorf Pirates


1997 – Egelsbach gegen Nürnberg

Von Sparschwein und Jan Rickes

Am 15.März 1997 brachen die Fußballfans Martin Janze und Sparschwein, Torsten Röhrs, Björn Wunsch, Jan Rickes, sowie die Gäste Michaela Nickel und Nadja “Knutsche” Link nach Egelsbach auf. Die Anreise sollte mit der Deutschen Bahn AG erfolgen. Der Transfer zum Bahnhof ging mittels zweier Personenkraftwagen von Torsten Röhrs und Martin Janze vonstatten. An Bord waren 72 0,33l Büxen Feldschlößchen-Bier, sowie 48 Büxen der 0,5l Version dieses köstlichen Getränks, Björn Wunsch zog es vor, 24 Büxen Karlsquell Edel-Pils mitzuführen. Somit ergab sich die bescheidene Menge von 56 Litern Bier, die bis auf einen kleinen Rest auch ausgetrunken wurde.

Abfahrt war um 5.38 Uhr am Helmstedter Hauptbahnhof. Über Braunschweig, Göttingen, Kassel und Frankfurt ging die Fahrt mit der Bummelbahn, die schließlich gegen 13.00 Uhr in Egelsbach endete. Auf dem Bahnhof empfingen uns freundliche Beamte in grün-weiß, die aber leider keine Anhänger unseres Lieblings-Vereins VfL Wolfsburg waren. Kurz nach uns traf eine recht große Anhängerzahl des 1. FC Nürnberg ein. Die Befürchtungen der Polizei auf gewalttätige Nürnberg-Fans zu treffen bestätigte sich jedoch nicht.

Angekommen im Stadion am Berliner Platz begannen wir sogleich damit, unsere Fahne aufzuhängen. Leider wurde unsere Gruppe merklich zerstreut, so daß es uns nicht gelang, anfeuernde Schlachtgesänge für den SG E anzustimmen, was allerdings bei dem ohrenbetäubendem Lärm der Nürnberg-Fans wenig Sinn ergab. Leider war der Reiseteilnehmer Jan Rickes so betrunken, daß wir beschloßen, zur Halbzeit aufzubrechen, um unseren Zug pünktlich zu erreichen. Der Halbzeitstand war übrigens 1 : 1. Nach ein paar Schelmereien auf dem Egelsbacher Bahnhof kam dann auch bald der Zug.

Nachdem wir in Frankfurt angekommen waren, stärkten sich die meisten von uns mit Fast-Food bei Mc Donalds, während andere es vorzogen, auf dem Tisch zu schlafen. Danach war Postkartenschreiben angesagt, welches Sparschwein und Björn Wunsch zum Verhängnis wurde. Aufgrund ihres Eifers und Enthusiasmus, Terrorkarten an gewisse Leute zu schreiben, vergassen sie völlig die Abfahrtszeit des Zuges, welchen sie auch prompt verpassten. Nach kurzer panischer Suche, fanden sie endlich einen Weg, unseren Zug bis Kassel mittels eines InterCityExpress einzuholen. Da sie in einen Stau (auf der Eisenbahnschiene ?) kamen, mißglückte dieser Versuch. Durch Überredungskunst durften sie dann aber noch kostenlos bis Göttingen mitreisen, wo sie dann wieder zu uns stoßen konnten.

Nach einem kleinen Begrüßungsbierchen traten wir dann gemeinsam die Weiterreise richtung Heimat an. Bis auf einige Zwischenfälle, die uns die Bezeichnung “asozial” unserer beiden weiblichen Gäste eintrung, verlief die Fahrt recht friedlich. Aufgrund solcher und anderer kleinerer Mißverständnisse beschloss der Vorstand der “Ahmstorf Pirates”, in Zukunft keine weiblichen Gäste, die nicht Fanclubmitglied sind, bei Auswärtsfahrten zuzulassen. (Sie können eben nicht akzeptieren, daß im Nichtraucherabteil geraucht wird. Was für eine Intoleranz !)

Nach der Ankunft in HE um 1.00 Uhr ließen wir den Abend mit einem schmackhaften Fladenbrot mit Gyros, Krautsalat und Zaziki (KEIN DÖNER !) ausklingen.