Von Martin Janze
Zum Spiel nach Dortmund fuhren Martin Janze und Sparschwein, Christoph Wunsch und als Gast der
Fußballfan Mario Goldmann aus Braunschweig. Sparschwein verkürzte seinen Schulunterricht und
wurde um 13.00 h in HE vor dem Gabö (Bei uns gebräuchliche Abgkürzung für “Gymnasium am
Bötschenberg”, Anm. d. Red.) abgeholt, dann ging es nach Braunschweig zum HBF, wo Herr
Goldmann zustieg. An Getränken wurde aus Kostengründen das beliebte Chinabier mitgenommen.
Wir fuhren über die A2 gen Westen. Wir hatten Glück, denn es gab außer den üblichen Stop + Go
Behinderungen keine Staus, so daß wir letztendlich über A1, A44 und Westfalendamm in DO
ankamen. Erstaunlicherweise mußte nur eine Pinkelpause in Herford eingelegt werden.
Aufgrund einer Eigensinnigkeit fanden wir den gutausgeschilderten Großparkplatz in der Nähe des
Stadions erst im zweiten Anlauf, hatten aber nach unserer Ankunft um 17.00 h noch genügend Zeit
zum Postkartenschreiben. Dann gingen wir zum Ort des Geschehens und kauften Fanartikel.
Ruck Zuck waren wir im Stadion und bewunderten die prachtvolle Arena. Wir aßen Brat- + Bockwurst
und Pizza, die sehr gut war. Dann mußten wir mit Entsetzen feststellen, daß die Sicht von den
Stehplätzen unter aller Sau war. So etwas darf man gar nicht verkaufen, da man außer dem Zaun nix
sehen konnte.
Auch wenn wohl niemand dort unsere Fahne sehen konnte, hängten wir sie auf. Dann faßten wir den
Plan, die Absperrung zu der Sitzplatztribüne zu überklettern und setzten ihn in einem günstigen
Moment in die Tat um. Leider wanderten wir dort etwas zuviel herum, so daß ein Ordner auf uns
aufmerksam wurde und unsere Karten verlangte. Wir stellten uns dumm und spielten die Verwirrten,
wurden dann vom verblüfften Sicherheitsmann erst aus dem Stadion raus und dann wieder rein in
die Stehplatzzone geführt.
Etwas irritiert überlegten wir und entschlossen uns dann, wieder zurück zu klettern. Dies wurde nun
schwieriger, da zu den vielen Ordnern auch verhältnismäßig viele Polizeibeamte am Ort waren. Es
klappte. Die VfL Sitzplatzecke war sehr voll und wir mischten uns unters Volk, wo der Großteil
ohnehin stand.
Das Spiel verlangte uns alles ab. Wir sangen, klatschten und vor allen Dingen wechselten wir ca. 50
mal vom Sitzen zum Stehen. Nach Spielschluß kamen wir relativ schnell aus dem Stadion und auch
überraschend zügig vom Parkplatz ‘runter. In der Stadt gab es aber stärkere Stauungen bis wir auf
die Autobahn kamen. Sowohl wir, als auch diverse Wolfsburger Autofahrer wußten nicht den
richtigen Weg, aber unser Instinkt leitete uns den richtigen Weg (A45 Richtung Oberhausen). Das
klappte wunderbar und wir waren bald auf der A2, die erfrischend leer war. Leider gab es zwischen
Rehren und Lauenau eine Vollsperrung, die uns eine knappe Stunde kostete.
Nach 750 km waren wir um 2.30 h in Ahmstorf und freuten uns trotz der erneuten 2:1 Niederlage
eines der schönsten Stadien Deutschlands gesehen zu haben, in dem unter den VfL Fans wieder
eine rieseige Stimmung herrschte.