Ahmstorf Pirates


1996 – Jena auswärts

Von Martin Janze

Am 22.November 1996 brachen Martin Janze und Sparschwein mit dem PKW nach Jena auf. Die Abfahrtszeit wurde auf 13.30 Uhr festgelegt. Es wurde außer 10 Flaschen Feldschlößchen Bier kein Speis und Trank mitgenommen. Die Fahrtroute wurde kurzfristig wie folgt festgelegt: über Braunschweig, Salzgitter, Kassel, Eisenach nach Jena. Die Strecke über Berlin wurde im letzten Moment verworfen. Leider war vor Braunschweig-Ost ein Stau. Wir fuhren also über die A39 Richtung Wolfsburg weiter. Dann über Hondelage zum Kreuz Braunschweig-Nord. Dummerweise war die Autobahn bei Salzgitter aufgrund eines Unfalls voll gesperrt. Bei der Fahrt auf der Umleitungsstrecke durch verschiedene Ortsteile von Salzgitter verloren wir viel Zeit. Glücklicherweise war dann auf der A7 freie Fahrt angesagt. Erst auf der A4 zwischen Erfurt und Jena kamen wir erneut in einen Stau. Wir waren der Verzweifelung nahe da nur noch kurze Zeit bis zum Anpfiff war.

Als es dann aber auf der völlig verstopften Autobahn weiterging , schöpften wir wieder Hoffnung. Nachdem die Abfahrt Jena-Lobeda erreicht war, galt es den Weg zum Ernst-Abbe Sportfeld zu finden. Nach einem kurzen Abstecher in ein Plattenbau Wohngebiet und einigen kleinen Verkehrsirritationen erreichten wir das Stadion. Die Parkplatzsuche war zwar, wie zu erwarten war, etwas schwer, allerdings wurde letztendlich einer gefunden. Zehn Minuten nach Spielbeginn waren wir im Wolfsburger Fanblock, wo wir circa dreißig VfL-Anhänger vorfanden. Sogleich begannen wir unser Transparent zu befestigen, welches in Jena seine Auswärtspremiere erlebte.

Trotz der Kälte war die Stimmung nach dem Führungstreffer sehr gut. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich und der späteren 3:1 waren alle, insbesondere die mittlerweile eingetroffenen Wolfsburg Warriors, von einem Auswärtssieg überzeugt. Das es in letzter Minute nicht so kam, ist jedem Fußballfreund bekannt. Dementsprechend schlecht war dann die Laune aller Mitgereisten. Angeheizt durch einige dumme Gesänge offensichtlich rechter Fans war die Stimmung im Stadion auf Ost-West Konfrontationskurs. Dies hatte zur Folge, daß wir erst verspätet das Stadion verlassen konnten. Nachdem wir eine Stunde unser Auto gesucht hatten,traten wir um 22.00 Uhr die Rückreise an, nicht ohne die nötigen postalischen Grüße zu versenden. Die Fahrt verlief dann recht zügig, bis wir in Braunschweig erneut in einen Stau gerieten, der sich erst nach einer Stunde auflöste. Wir schauten dann noch bei Nils Paulmanns Geburtstagsparty vorbei, wo allerdings nichts mehr los war.Erschöpft fielen wir um 2.30 Uhr in die Betten.